Pro Nilgans

Aktualisiert: vor 5 Tagen


Nilgänse werden seit dem 18. Jahrhundert in Europa in Parks, Gärten und Zoos gehalten. Es sind dekorative Vögel, die sich, ursprünglich aus Afrika stammend, bei uns in Europa in den letzten Jahrzehnten, entlang der großen Flüsse, immer mehr ausbreiten. Nilgänse sind tierische Neubürger, sogenannte Neozoon. Das alleine macht sie für viele Menschen verdächtig. Man sagt ihnen so manches nach. Sie seien besonders agressiv, sie verschmutzten Wiesen und Freibäder und richteten Schäden in der Landwirtschaft an. Nilgänse sind nicht agressiver als jede andere Gans oder jeder Schwan, der sein Territorium und seine Familie verteidigt. Die bekannten Schäden in der Landwirtschaft halten sich in sehr überschaubaren Grenzen. Zu übermäßigen Verschmutzungen in Parks und Freibädern kommt es dann in größerem Umfang, wenn die Tiere vom Menschen gefüttert werden.


Der Mensch verschleppt die Tiere, zu seinem Vergnügen, aus der Heimat. Einigen gelingt die Flucht, und sie etablieren sich erfolgreich im neuen Lebensraum. Sobald sie eine gewisse Anzahl überschreiten, beginnt die Diskussion darüber, ob es sich um eine invasive Art handelt und ob man sie nicht doch besser zurückdrängen/ausrotten sollte, um die einheimische Flora und Fauna zu erhalten. Die europäische Union definiert invasive Art folgendermaßen: "Tier- und Pflanzenarten, die mit ihrer Ausbreitung Lebensräume, Arten oder Ökosysteme beeinträchtigen und daher der biologischen Vielfalt schaden können". Im Jahr 2019 standen, europaweit, 66 Arten auf dieser Liste. Obwohl auch die Nilgans inzwischen dort gelandet ist, schätzen die meisten Experten die ökologische Schädlichkeit der Tiere in Deutschland als gering bis nicht vorhanden ein.


Grundsätzlich lassen sich Wanderungsbewegungen, Neubesiedlungen und Vermischung von Arten im Tierreich durch den Menschen nur sehr bedingt steuern. Sie waren immer schon Ausdruck einer dynamischen Evolution und dienen letztendlich auch der Anpassung an sich verändernde Lebensräume (durch Klima, menschliche Eingriffe, etc.). Aus meiner, persönlichen Sicht, ist die Bezeichnung einer neu zugewanderten Art als invasiv oft der Ausdruck einer sehr konservativen Grundhaltung. Alles soll bitte möglichst so bleiben, wie es ist. Das ist eine nachvollziehbare Einstellung, aber unrealistisch. Ohne Veränderungsbereitschaft und neuen Impulsen von außen gibt es kein lebendiges, nachhaltiges Wachstum. Dies gilt für menschliche und tierische Gesellschaften. Vorsichtige Steuerung durch den Menschen sollte nur nach genauer Analyse der Gesamtsituation erfolgen. Nicht aus einer Haltung der Angst vor Überfremdung.

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